Benelli M4 A.I. Drone Guardian – französisches Heer führt Flinten zur Drohnenabwehr ein

Kristóf Nagy

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Die französischen Landstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge die ersten 400 Flinten des Typs Benelli M4 Advanced Impact Drone Guardian zur Abwehr von Kleinstdrohnen (C-sUAS) erhalten. Die halbautomatische Flinte im Kaliber 12 soll zur Nächstbereichsverteidigung, insbesondere gegen FPV-Drohnen eingesetzt werden. Damit verfügt Frankreich über einen weiteren, auf der Ebene des einzelnen Soldaten einsetzbaren Baustein für die Abwehr unbemannter Systeme.

Die Armée de Terre stellte die Waffe in einem aktuellen, auf sozialen Medien verbreiteten Beitrag vor und bezeichnet sie als „fusil semi-automatique dédié à la lutte anti-drones“, also als halbautomatisches Gewehr, das speziell für die Drohnenabwehr vorgesehen ist. Nach Angaben der französischen Landstreitkräfte liegt der optimale Wirkbereich bei bis zu 50 Metern, während eine Reichweite von bis zu 100 Metern angegeben wird. Die M4 A.I. Drone Guardian soll dem Beitrag zufolge auch den bislang verwendeten Flintenbestand in dieser Rolle ersetzen. Insgesamt seien bereits 400 Exemplare ausgeliefert worden. Für die Drohnenabwehr wird die Waffe dem Bericht zufolge mit speziell dafür ausgelegter Munition des Typs Norma AD-LER kombiniert, welche eine Ladung Wolframschrot enthält. Die hohe Dichte des Wolframs soll dabei eine ausreichende Wirkung gegen kleine und in schneller Bewegung befindliche Ziele ermöglichen.

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Bei der M4 A.I. Drone Guardian handelt es sich um eine spezielle Variante der bekannten Benelli M4. Das in Italien entwickelte und gefertigte System ist als Selbstlader ausgelegt und verfügt über ein 47 Zentimeter langes, sogenanntes Benelli-Advanced-Impact-Rohr. Die Waffe besitzt ein Röhrenmagazin für sieben Patronen im Kaliber 12/70 beziehungsweise sechs Patronen im Kaliber 12/76. Der Hersteller gibt ein Gewicht von rund 3,9 Kilogramm an. Ein wesentliches Merkmal der Drone Guardian ist das von Benelli entwickelte Advanced-Impact-System (A.I.). Dabei handelt es sich nicht nur um ein modifiziertes Rohr, sondern um eine Kombination aus Profil und darauf abgestimmtem Choke. Nach Angaben des Herstellers soll damit eine höhere Geschossgeschwindigkeit und eine möglichst gleichmäßige Schrotgarbe erreicht werden.

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Wann Frankreich den konkreten Auftrag über die nun genannten 400 M4 A.I. Drone Guardian erteilt hat, lässt sich aus den bislang öffentlich verfügbaren Angaben nicht eindeutig bestimmen. Die M4 A.I. Drone Guardian wurde 2024 als spezialisiertes Anti-Drohnen-System von Benelli vorgestellt. Auch das Gesamtvolumen des Auftrages ist unbekannt.

Die französische Beschaffung ist dabei von einem früheren Auftrag über Benelli-Flinten zu unterscheiden. Frankreich hatte bereits 2022 Benelli SuperNova Tactical beschafft. Die SuperNova Tactical haben aber offenbar die an sie gesetzten Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllt.

Kristóf Nagy