Anzeige

Infanterist der Zukunft – Erweitertes System: Rheinmetall erhält neue Rahmenvereinbarung für die Regeneration der Bekleidung, Schutz- und Trageausstattung

Waldemar Geiger

Anzeige

Das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw hat mit der Rheinmetall Electronics GmbH, einer in Bremen ansässigen Tochter der Rheinmetall-Konzerns, eine neue Beschaffungsrahmenvereinbarung über die Nachbeschaffung der „Bekleidung, Schutz- und Trageausstattung (BST)“ des Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) für die Jahre 2025 bis 2027 geschlossen.

Wie aus einer jüngst veröffentlichten Meldung des BAAINBw auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED hervorgeht, wurde die Rahmenvereinbarung bereits am 28 Februar 2025 in Form einer Direktvergabe geschlossen. Da der Abschluss des Rahmenvertrages keiner parlamentarischen Zustimmung bedurfte, dürfte der Vertrag ein Volumen von maximal 25 Millionen Euro nicht überschreiten.

Anzeige

Der BST-Anteil Bekleidung umfasst eine an unterschiedliche Klimazonen und Jahreszeiten angepasste Bekleidung die sowohl Flammschutz, Vektorenschutz und einen gewissen ballistischem Schutz vor Kleinstsplittern bietet. Der Anteil Schutzausstattung besteht aus dem Basishelm IdZ sowie einer modifizierten Schutzweste Infanterie, die sich aus einer SK1-Unterziehweste (Schutzklasse 1) mit Belüftungsoption und einer SK4-Hauptweste (Schutzklasse 4) mit einem sogenannten Molle-Schlaufensystem zusammensetzt. An dem Molle-Schlaufensystem können Magazin- Ausrüstungs- und Kampfmitteltaschen sowie weitere Ausrüstungsgegenstände individuell befestigt werden. Zudem kann der Plattenträger einem Chest-Rig oder einem sogenannten Battle Belt (Kampfkoppel) kombiniert werden.

Anzeige

Rheinmetall ist der Generalunternehmer für das Soldatensystem IdZ-ES und liefert daher auch die Bekleidung, Schutz- und Trageausstattung, die im Gegensatz zum restlichen Systemanteil einem höheren Verschleiß unterliegt und schneller aufgetragen wird, so dass sie immer wieder regeneriert werden muss. Die beiden anderen Systemanteile sind: Waffen, Optik und Optronik (WOO) und Führungsfähigkeit (C4I: Command, Control, Communications, Computers and Intelligence).

In der Summe verfügt die Bundeswehr derzeit über ca. 165 Zugsystemäquivalente des IdZ – das entspricht rund 6.600 Soldatenausstattungen – in unterschiedlichen Varianten, welche sowohl im Heer, der Luftwaffe und der Marine verwendet werden. Darüber hinaus hat Rheinmetall im Februar 2025 einen Rahmenvertrag zur anteiligen Regeneration, Herstellung und Lieferung von bis zu 368 Zugsystemen IdZ-ES und zahlreiche Optionen für die Beschaffung ergänzender Komponenten und Leistungen mit der Bundeswehr geschlossen, hartpunkt berichtete.

Waldemar Geiger